Radio-Daten-System

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Beim Radio-Daten-System (RDS, engl. "Radio Data System") handelt es sich um ein digitales Signal, das unhörbar UKW-Signalen aufmoduliert wird. Es wurde von der EBU (European Broadcasting Union) entwickelt und wird in vielen Ländern der Welt angewendet. Die meisten Radiosender, die ein RDS-Signal ausstrahlen, finden sich allerdings in Europa, wo es kaum noch Stationen ohne diesen Zusatz gibt.

Dieses System hat seit seiner Einführung 1987 eine derart hohe Verbreitung erreicht, daß zum April 2005 sein analoger Vorgänger, das ARI-System, abgeschaltet wurde.

Die Inhalte

  • PS ("Programme Service") − Statischer achtstelliger Text mit dem Namen der Radiostation, z.B. WDR_5___.
  • RT ("Radiotext") − Dynamischer bis zu 80 Zeichen langer Text, in dem Schlagzeilen oder Namen von Musiktiteln übertragen werden können.
  • PTY ("Programme Type") − Besteht aus 32 Genres, die das Programm allgemein beschreiben sollen, z.B. Rock Music.
  • AF ("Alternative Frequency") − Hier werden die Frequenzen der umliegenden Sender des gleichen Programms übertragen. Damit kann ein Autoradio automatisch den bestempfangbaren Sender finden, die manuelle Frequenzsuche entfällt.
  • TMC ("Traffic Message Channel") − Hier werden für Navigationsgeräte aufbereitete Verkehrsmeldungen übertragen
  • Clock − Auch die aktuelle Uhrzeit kann über RDS übermittelt werden.
  • TP ("Traffic Programme") − Ein Bit im RDS-Signal, das übermittelt ob es sich um einen Verkehrsfunksender handelt oder nicht.
  • TA ("Traffic Announcement") − Dieses Bit liefert den Hinweis, ob gerade Verkehrsmeldungen gesendet werden oder nicht.
  • PI ("Programme Identifier") − Dieser wird in der Regel nicht angezeigt, sondern intern vom Radio verwendet, um einen Radiosender zu identifizieren. Es handelt sich um einen vierstelligen Hexadezimalcode, z.B. "D362" für hr2.

Weblinks

Dokumentation zum RDS-PI-Code in der BRD auf ukwtv.de

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